Hinweise zu alpinen Gefahren - Skitourengruppe Düsseldorf

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Hinweise zu alpinen Gefahren

Hinweise zu alpinen Gefahren und Regelwerk

Anmeldung zur Teilnahme am Kurs- und Tourenangebot

Bei der Anmeldung wird um eine selbstkritische Einschätzung bezüglich der eigenen technischen als auch konditionellen Fähigkeiten gebeten. Die in den Ausschreibungen genannten Voraussetzungen dienen der Vermeidung von Überforderung und Gefahr. Längere Auf- und Abstiege und mehrtägige Touren erfordern eine entsprechende, konditionelle Vorbereitung. Empfehlenswert ist auch eine jeweils den zu erwartenden Höhenlagen entsprechende, der Tour vorausgehende Akklimatisation. Der Körper sollte sich im Idealfall an den Bewegungssport in den Bergen langsam gewöhnen dürfen. Vor allem bei Touren bis über die 2500m-Höhenlinie wird zur Akklimatisation geraten.

Risikomanagement

Weder eine gewissenhafte Tourenvorbereitung, noch ein sehr defensives Risikomanagement für Skitouren kann absolute Sicherheit garantieren. Grundsätzlich kann es aufgrund einer Vielzahl von Parametern zu Zwischenfällen auf der Tour kommen. Einige dieser potenziellen Risiken können durch gewissenhafte Aufarbeitung dieses Schreibens deutlich minimiert werden. Jedoch bleibt vor allem bezüglich des Punktes Lawinengefahr im Bereich Bergsport immer ein Restrisiko bestehen. Wir bemühen uns, dieses Restrisiko nach aktuell gültigen Lehrmeinungen und Risikomanagementstrategien auf ein akzeptables Minimalrisiko zu reduzieren. Aus Rücksicht auf die Sicherheit aller Beteiligten kann es daher zu einem Abbruch oder einer Veränderung von vorgesehenen Touren kommen.

Witterungsbedingungen

Wetterlagen wie Regen, Sturm, Gewitter, Schneefall, Eis und Nebel sind im Gebirge nicht wirklich planbar und nur sehr eingeschränkt vorhersehbar. Ungünstige Wetterbedingungen können dazu führen, dass geplante Touren und insbesondere Gipfelanstiege nur unter erschwerten Bedingungen oder erst gar nicht durchzuführen sind. Mit dem Auftreten solcher Situationen muss leider zu jeder Jahreszeit gerechnet und die mögliche Konsequenz einer deutlichen Einschränkung des Tourenprogramms in Kauf genommen werden.

Grundsätze

Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Dies zeigt sich in den Ausrüstungsvorgaben und in der Art und Weise, wie wir Skitourenaktivitäten organisieren und durchführen. Es wird ein transparenter, offen kommunizierter Führungsstil und vorausschauende Tourenplanung betrieben. Es gilt, mit der notwendigen Vorsicht und festgelegten Handlungslimits größtmöglichen Erlebnis- und Ausbildungswert zu schaffen. Das Erlernen und Trainieren von LVS-Szenarien, Schaufeltechniken, defensiven Auf- und Abstiegsstechniken bzw. Abfahrtstechniken in Kleingruppen von maximal 6 Personen sind Standard.
Gruppenerlebnis und Gruppenleistung, d.h. der Beitrag eines jeden Einzelnen zum Gesamtergebnis steht im Vordergrund. Es wird ein möglichst vergleichbarer Ausbildungs- und Kompetenzstand jedes Teilnehmers angestrebt. Jeder soll und muss in der Lage sein, im Notfall gleichermaßen zu reagieren und zu helfen. Auch dies wird auf unseren Ausbildungen und Touren gelehrt.

Thema Gletscher

Im Bereich Skibergsteigen sind bei den Touren und Ausbildungen in der Regel keine Gletscherbegehungen vorgesehen. Gletscher mit Spalten gehören aufgrund der notwendigen zusätzlichen Ausrüstung (Seil, Gurt, Karabiner, Rebschnüre, Knoten ..) und weiterer Lehrinhalte in den Bereich Skihochtouren. Im Bereich Skihochtouren benötigen die Teilnehmer u.a. Kenntnis und Fähigkeiten in den Bereichen Spaltenbergung, Auf- und Absteigen am Seil und Knotentechniken. Sollte im Rahmen von Aktivitäten im Bereich Skibergsteigen ein Gletscher begangen werden, dann sind die abweichenden Rahmenbedingungen der Ausschreibung zu entnehmen.
Stornoregelungen
Für einige der Ausbildungsstandorte sind im Vorhinein Anzahlungen notwendig. Um dies kalkulieren zu können, gelten bei einigen Touren außerordentliche Stornoregelungen, die der Ausschreibung zu entnehmen sind. Ansonsten gelten die Stornoregelungen der Sektion Bocholt.

Konsequenz bei Nichterfüllung der Voraussetzungen

Erfüllt ein Teilnehmer trotz erfolgter Absprache nicht die Mindestanforderungen, kann dieser von der Tour ausgeschlossen werden. Vor allem mangelnde Skitechnik ist ein Ausschlusskriterium. Der Teilnehmerbeitrag wird in solchen Fällen einbehalten. Bei Absage durch den Teilnehmer vor Beginn der Tour wird um selbständige Suche nach Ersatz gebeten. In Krankheitsfällen wird von einer Teilnahme an Wintersportaktivitäten abgeraten. In Zweifelsfällen entscheidet die Tourenleitung darüber, ob eine Teilnahme sinnvoll ist.


       

 
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